Die Geschichte der Schule "Lindenstraße" ab 1906
Am 6. August 1906 wird in dem neu errichteten Gebäude, unserer heutigen Schule, das Kindergenesungsheim Berlin e. V. für jüdische Kinder als Heilanstalt eröffnet. Es diente zur Genesung und Erholung lungenkranker Kinder.
Ab 1938/ 39 wird aus der Kinderheilanstalt eine Lungenheilstätte für Erwachsene, die bis in die 1950er Jahre betrieben wird.
Ab 1950 wird das Gebäude vom Kreiskrankenhaus Schönebeck/ Elbe übernommen. Es befinden sich nun dort die Verwaltung, der Dienstort der Kreisoberen, der Dienstort der Kreisjugendärztin und verschiedene Personalwohnräume im Dachgeschoss.
1972 wurde aufgrund einer Elterninitiative eine Fördergruppe mit 12 Kindern in der Förderwerkstatt der „Kreispoliklinik“ Schönebeck in der August- Bebel Straße gebildet. Damals nahmen zweieinhalb KollegInnen ihre Tätigkeit in der Fördergruppe auf und führten in nur einem Raum ihre Arbeit mit den Kindern im Alter von sechs bis 18 Jahren durch. Da sich in den folgenden Jahren die Anzahl der Kinder erhöhte, wurden Räumlichkeiten im Keller der „Rehabilitationsstätte für Jugendliche“ im „Burghof- Pflegeheim“ geschaffen.
Im Jahre 1986 fand man endlich für die Kinder und Jugendlichen der „Rehabilitationspädagogischen Fördereinrichtung“ ein passendes Gebäude in der Lindenstraße 18, in Schönebeck. Nach abgeschlossenen Bauarbeiten erfolgte 1987 der Umzug in die Lindenstraße.
Am 01.07.1991 wurde aus der Tagesbildungsstätte für Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung eine gleichberechtigte und anerkannte Schule im neuen Schulsystem des Landes Sachsen Anhalt, es bestand jetzt auch für Kinder mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung die Pflicht zur Schulbildung. Die erste Einschulungsveranstaltung der „Schule Lindenstraße“ fand im soziolkulturellen Zentrum „Treff“ statt. Es wurden 30 Kinder eingeschult, für die 13 pädagogische Kräfte damals zur Verfügung standen.
Im April 1992 erhielt die Schule einen Personenaufzug, der es für alle Schüler ermöglichte, die Räume in jeder Etage zum Lernen und natürlich auch zum Spielen zu erreichen.
Da die Schülerzahl ständig anstieg, erfolgte in den Jahren 1998 und 1999 die Aufstellung von Containern zur Nutzung als Klassenräume. Im Schuljahr 2004/ 2005 wurden 67 Schüler in zehn Klassen von 25 pädagogischen Kräften beschult und betreut.
In den folgenden Jahren entschloss sich der Schulträger zu einer grundlegenden Sanierung und Erweiterung des Schulgebäudes. Dazu mussten die Schüler und das pädagogische Personal 2010 in ein Ausweichgebäude in die Moskauer Straße in Schönebeck ziehen.
Die Umbauarbeiten fanden 2014 ihren Abschluss und im Sommer desselben Jahres konnte die Schulgemeinschaft das sanierte und erweiterte Schulgebäude wieder beziehen.
Die Schülerzahlen stiegen weiterhin ständig an und so mussten im Schuljahr 2023/ 24 weitere Räume angemietet und zu Unterrichtsräumen umgebaut werden. An diesem zweiten Standort, im IGZ in der Lindenstraße, lernen derzeit drei Berufsschulklassen. Außerdem mietete der Schulträger im Schuljahr 2023/ 24 in unmittelbarer Umgebung eine Trainingswohnung an, um lebenspraktische Tätigkeiten mit den Schüler in einem realen Umfeld zu üben.
Im diesem Schuljahr 2024/ 25 lernen 96 Schüler an unserer Schule. Wir haben 14 Klassen gebildet, drei davon lernen in der Außenstelle. Auf unserem Schulhof haben 74 Schüler die Möglichkeit ihre Pause zu verbingen. Sie spielen Fußball, Basketball, fahren mit Fahrzeugen oder spielen in unserem Sandkasten. Auch ein kleines Trampolin und eine Schaukel für Rollstuhlfahrer können genutzt werden.
Im Dezember 2024 feierten wir mit einer Ausstellung das zehnjährige Jubiläum des Neubaus.
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